Der Tim und sein Weblog

Sonntag, September 17, 2006

Quetschkommode

Wenn Frauen sich hinsetzen und dabei hübsch aussehen wollen, schlagen sie die Beine übereinander. Die können so stundenlang sitzen, dabei hübsch aussehen und finden das auch noch sehr bequem. Allerdings fällt auf, dass immer mehr Männer diese Position beim Sitzen einnehmen. Ich finde das erstaunlich, denn:

Ich kann das nicht!

Bei mir ist das anatomisch völlig unmöglich, da mich der liebe Gott mit etwas ausgestattet hat, das beim Beineübereinanderschlagen droht, zerquetscht zu werden. Cowboys könnten das vielleicht. Doch außerdem habe ich als Mann gar nicht den Anspruch beim Sitzen hübsch auszusehen. Frauen dürfen sich meinetwegen schminken, sich die Haare schön machen, sich die Nägel lackieren und auch die Beine übereinanderschlagen. Aber wenn ich sitze, dann nur, weil ich nicht stehen will. Punkt.

Donnerstag, September 14, 2006

Hör mich zu ich lern dich Deutsch

Wenn Amis die deutsche Sprache lernen wollen, haben sie die Möglichkeit, das mittels eines Hörspiels zu tun. Ich habe ja generell an solchen Dingen Spaß, also habe ich einfach mal reingehört.
Es beginnt alles sehr unschuldig:

"Was wollen Sie trinken? Repeat."
"Wollen Sie heute abend mit mir kommen? Repeat."
Ich nehme das mit dem 'unschuldig' zurück.

Sobald die Funktion von unseren Artikeln der, die und das erklärt wird, wird gesagt:

"In German we have masculin, feminine and neuter. But it has nothing to do with sex. For example 'the army' would be 'die Armee' or 'die Wehrmacht'."

Richtig. Und 'the president' wäre dann 'der GröFaZ'.

Donnerstag, September 07, 2006

Furzkissen

Heute morgen weckt mich ein unmenschlich lauter Schmerzensschrei. Sofort stehe ich kerzengerade im Bett, meine Nebenniere pumpt das Adrenalin mit Hochdruck ins Blut und ich bin bereit, dem vermeintlichen Mörder meinen Ellbogen so tief in seinen Kehlkopf zu rammen, dass der hinten wieder rauskommt. Ich renne ins Nebenzimmer und finde dort -- meinen jammernden Kater. Erst fühle ich eine kurze aber heftige Erleichterung, daraufhin eine kurze aber heftige Ernüchterung. Wann hat man sonst schonmal die Möglichkeit einen Kehlkopf zu zerschmettern?

Auf die Ernüchterung folgt Besorgnis, immerhin sind diese Geräusche wirklich nicht normal und irgendwie liegt er da sehr angespannt.
"Hey, was hast du?"
"MAAUAUUUAUUUUUUU!!"
Ich hebe ihn an und merke, dass sein Bauch ganz hart und verkrampft ist. Hmm.
Schmerzensschreie + Bauchkrämpfe = Bauchschmerzen!

Ich wollte ihn gerade ein wenig trösten, da ertönte ein neues Geräusch. Ein ähnlich lautes, aber ein vielseitigeres. Es wechselte sogar die Tonlage mehrmals symphonieartig.

"PPRRRRRRRRTTTTTSSSSSSSSSSSSSSSSSCCHHHHHHTTTTTRRRRRRRRRRRRRRPPPFFFFFFFFFFFFF! PPRRRRRRRT. SSCCHHT. ZZZIIIIIITSCH. PRT. PRT. PRT. PFFFFFFFFFFF..."

Der Kerl steht auf, legt sich aufs Bett und wirkt irgendwie sehr erleichtert.

Freitag, September 01, 2006

German, motherfucker! Do you speak it?

Journalisten haben einen harten Job. Sie müssen flexibel genug sein, sich auch auf noch so langweilige Themen gut vorzubereiten und gründlich zu recherchieren. Insbesondere bei Interviews. Da sollte man die Fragen gut formulieren und auch entsprechend auf unerwartete Antworten eingehen können. Und auf gar keinen Fall sollte man sein Fragepaket einfach ablesen und runterleiern! Auf gar keinen Fall! Nein, nein, nein!
Das Paradebeispiel eines perfekt geführten Interviews habe ich heute abend so gehört im WDR2:


Dummer Reporter: "Wieso haben Sie sich gerade für die Ausbildung zur Bürokauffrau entschieden?"

Leicht schüchternde Azubi: "Nun, ich wollte einen Beruf anstreben, wo ich viel mit Menschen in Kontakt... äh, haben kann. Das eben. Ich wollte keinen Beruf, wo ich nur im Büro sitze. Sehr wichtig war mir deshalb... äh, dass ich viel mit Menschen zu tun und so direkten Kundenkontakt haben kann."

Dummer Reporter: "Aha. War denn auch der starke Kontakt zu Ihren Kunden für Ihre Berufswahl ausschlaggebend?"

Leicht schüchternde, und spätestens jetzt verwirrte Azubi: "Äh... ja das auf jeden Fall. Das auch, ja..."